Das Problem sind die Sonntage – Zeitungsausstellung porträtiert jung Verwitwete und ihre Familien

„Das Problem sind die Sonntage“ – das sagt eine junge Frau zur neuen Alltagswirklichkeit nach dem frühen Tod ihres Mannes. Die Aussage ist in einer Ausstellung zu lesen, die der Fotograf Jann Höfer konzipiert hat. Unterstützt wurde er hierbei von der Texterin Paula Stille, den Grafikern Katrin und Jakob Göbel und den Vereinsverantwortlichen des bundesweiten Vereins „VIDU – Selbsthilfe für Verwitwete“. Nun sind Bilder und Zitate in einer Ausstellungszeitung zu sehen.

Diese Ausstellungzeitungen werden an mehreren Orten gleichzeitig im Schwalm-Eder-Kreis  im Zeitraum vom 1. Juni bis 11.07.2021 zu sehen sein. Dies wird vom Trauer- und Hospiznetzwerk im Schwalm-Eder-Kreis und den zugehörigen Mitgliedern organisiert. Dieses Netzwerk der Hospizdienste und Trauerangebote im Schwalm-Eder-Kreis wird in diesem Jahr 10 Jahre alt und möchte mit diesen Ausstellungen dazu helfen, dass Menschen in ihrer Trauer wahrgenommen werden. Die Ausstellungsorte finden Sie unten einzeln aufgeführt: www.trauerhospiznetzwerk-sek.de

 

HIER Ausstellungsorte: vom 1.-30.6.2021

Gilserberg außen Hospiz Kellerwald

Neukirchen an verschiedenen Orten in der Innenstadt

Treysa, VR-Bank, Stadtkirche, Haaßehügel

Ziegenhain, Schlosskirche, Parkplatz am Gemeindehaus

Frielendorf, Cafeteria des Diakoniezentrums

Fritzlar, Stadthalle

Körle,  Getränkequelle, Nürnberger Straße

Guxhagen, Schaufenster ehem. Getränkemarkt Poststraße,

Felsberg Rathaus

Gensungen Friedhof

Hier Ausstellungsorte im Chattengau vom Zeitraum 13.6.-11.7.

Gudensberg Fußgängerzone

Niedenstein Altenburg- und Stadtmuseum

Edermünde-Besse Hof Raschke,

 

 

Jann Höfer zu seinem Projekt

“Die Arbeit ‚Das Problem sind die Sonntage‘ befasst sich mit der Rekonstruktion von Erinnerungen jung verwitweter Menschen. Es ist eine fotografische Annäherung an den Gefühlszustand nach dem Verlust des Partners. Die unmittelbare Zeit nach dem Tod und der Weg zurück in den Alltag sollen beleuchtet werden. Darüber hinaus gehe ich auf Spurensuche und erkunde den leeren Platz, den die Person hinterlassen hat. Die Arbeit soll dabei helfen ein größeres Bewusstsein für die Thematik zu schaffen.” http://www.jannhoefer.de/

 

Ein Auszug des Zeitungstextes von Paula Stille:

Jann Höfer portraitiert das, was nicht mehr da ist, indem er fotografiert, was bleibt, was erinnert: „Es ist eine fotografische Annäherung an die Gefühlswelt, die entsteht, wenn eine Person einen schweren Verlust erlitten hat.“. Ein erster Kontakt des Fotografen zu den Interviewten kam über VIDU zustande. In der Folge besuchte Jann Höfer sechs Familien. Die Zitate und Bilder entstanden im Rahmen dieser Besuche.

Der Verein VIDU setzt sich seit zwanzig Jahren für jung verwitwete Menschen und ihre Familien ein. Er sensibilisiert für ein Schicksal, von dem deutschlandweit derzeit mehr als eine halbe Million Menschen betroffen sind: Frauen und Männer, die den Partner durch Krankheit, Unfall oder Suizid „früher als normal“ verlieren, Mütter und Väter, die nicht nur die eigene Trauer, sondern auch die ihrer Kinder aushalten und auffangen müssen, häufig begleitet durch psychische und materielle Not. Informationen und Austausch zum Thema finden Interessierte auf der Homepage www.verein-verwitwet.de