Lebendiger Adventskalender

Lebendiger Advent in unruhiger Zeit

Es wird ganz gewiss ein besonderer Advent in diesem Jahr:

Nach dem ersten Lockdown im Frühjahr und der Entspannung der Lage im Sommer sind nun wieder die Infektionszahlen in die Höhe geschnellt, so dass für November ein zweites Mal das öffentliche Leben heruntergefahren wurde: Ein Hauptziel dieser Einschnitte ist es, dass persönliche Kontakte deutlich reduziert werden. Daher fielen in diesem Jahr u.a. auch die Umzüge zu St. Martin aus.

Stattdessen hat sich auch unsere Kirchengemeinde an der Aktion Laternen-Fenster, beteiligt und dazu ermutigt, Laternen und Lichter in die Fenster zu stellen und auch familiengebundene eigene Laternenspaziergänge zu machen. Dabei haben einige Familien sich sogar das Motto von St. Martin zu Herzen genommen und (statt des Mantels) Liebe geteilt, indem sie bei traurigen, kranken oder einsamen Menschen eine Süßigkeit mit einem kleinen geschriebenen Gruß auf die Fußmatte gelegt haben.

Wie aber wird es nun im Advent werden?

Adventsmärkte und -feste wird es nicht geben, weil diese schon Ende Oktober abgesagt wurden.

Damit der Advent aber nicht ganz trist bleibt, haben wir uns entschlossen, sofern möglich – den „Lebendigen Adventskalender“ durchzuführen. Falls dies nicht möglich sein sollte, werden wir Sie über die HNA und die sozialen Medien informieren. Das bedeutet, dass wir vom 29.11.-23.12. meist abends von 18.30-19.00 Uhr zu einer kleinen gottesdienstähnlichen Besinnung an den „Hecken und Zäunen“ bei den jeweiligen Gastgebern einladen, die sich vorab gemeldet haben.

Das Programm ist schlicht, aber schön und stimmungsvoll: nach einer geistlichen Eröffnung und dem Entzünden des Adventslichtes gibt es etwas Musik – „aus der Konserve“ oder solistisch vorgetragen – und eine Adventsgeschichte, die die Gastgeber heraussuchen. Nach einem weiteren Musikstück folgt dann der Abschluss mit Vaterunser und Segen und dem Verlöschen des Lichtes.

Ein anschließendes gemütliches Beisammensein bei Punsch und Glühwein kann es nach aktuellem Stand der Verordnung des Landes Hessen nicht geben. Ebenso gelten auch die je aktuellen Hygienestandards (derzeit: Abstand, Maskenpflicht bei Gottesdiensten im öffentlichen Raum, keine Gegenstände weitergeben) sowie auch der Verzicht auf den gemeinsamen Gesang.

Dennoch werden es allabendlich Momente des Innehaltens und der Besinnung sein, die für Alt und Jung, Groß und Klein gedacht sind. Und dabei ist es sehr schön, dass sich Menschen aus der ganzen Gemeinde als Gastgeber zur Verfügung gestellt haben und die Treffen gestalten. Auch die Konfirmanden und Konfirmandinnen sind in diesem Jahr auch mit dabei!

Sie machen in besonderer Weise deutlich, dass wir alle mitwirken können, um uns auch in dieser besonderen Zeit einen guten Advent zu gestalten. MS