Pfingstkonzert des Harleshäuser Kammerorchesters

Das traditionelle Pfingstkonzert des Harleshäuser Kammerorchesters wird in diesem Jahr mit dem Doppelkonzert für Violine und Violoncello von Johannes Brahms eröffnet. Musik für achtsaitige Riesengeige –  Musik als Beziehungskitt: Lange Jahre war der Geiger Joseph Joachim einer der engsten Freunde von Johannes Brahms. In einer Ehekrise der Joachims stellte sich Brahms auf die Seite von Amalie Joachim. Die Freundschaft der beiden Männer litt darunter. Brahms sehnte sich nach Versöhnung. Mit seinem letzten Orchesterwerk, dem Doppelkonzert für Geige, Cello und Orchester, versuchte er auf künstlerische Weise, das Zerwürfnis aufzulösen. Wie die Widmungsträger des Doppelkonzertes, Joseph Joachim und Robert Hausmann, sind die Solistinnen, Susanne Enkemeier und Fan Yang, auch Kammermusikpartnerinnen im Luscinia-Quartett.

Unausweichlich im Lutherjahr folgt Mendelssohns „Reformationssinfonie“. Mendelssohn hat seine Reformations-Sinfonie anlässlich der 300-Jahr-Feiern „Confessio Augustana“ komponiert, dem großen protestantischen Jubiläum 1830. In dieser Sinfonie integriert Mendelssohn seine beiden religiösen Identitäten. Dem dritten Satz der Sinfonie liegt die Melodie von „hewenu shalom aleichem“ zugrunde und mündet direkt im vierten Satz in die Verarbeitung von Luthers „Ein feste Burg ist unser Gott“.

Der Eintritt zum Pfingtkonzert beträgt 10,-€, ermäßigt für Schüler und Studenten 5,-€ (Schüler unter 14 Jahren frei).