Familienfreitzeit

Auf der Familienfreizeit vom 30.08. – 01.09.2019 in Bad Hersfeld drehte sich alles um das Wort. Es ging um geschriebene Worte wie die Namen, die die Familien für jedes Kind mühevoll in Schilder nagelten.
Aber auch um Worte ohne Worte. Die Kinder fotografierten sich mit verschiedenen Emotionen und die Eltern mussten sie raten, genauso umgekehrt. Diese nonverbale Sprache war so eindeutig, dass alle Emotionen geraten wurden.
Der Film “Wörterfabrik” war dabei für Groß und Klein sehr anregend, so dass Eltern und Kinder beeindruckende Elfchen Gedichte schrieben. Noch viel mehr erfuhren und erlebten wir zu dem Thema “Wort” in dem Museum “wortreich”. Dort gab es die Möglichkeiten: Bildworte zu erraten, Buchstabenbasketball zu spielen,
sich auf der Theaterbühnen mit Verkleidung auszuprobieren, im Tonstudio zu singen oder zu tanzen, mit den Augen zu schreiben, Blindenschrift zu lesen, im Fernsehstudio eine eigene Sendung zusammenzustellen. Aber die vielen Möglichkeiten kann man gar nicht alle aufzählen. Wir brauchten zwischendrin erst einmal eine Kaffeepause und anschließend eine Abkühlung. Die suchten sich die Kinder auf dem Wasserspielplatz vor dem Museum.
Bei so vielen Worten bekamen wir auch gehörig Hunger, der bei diesem traumhaften Sommerwetter nicht anders als mit einem Abendessen am Grill zu stillen
war. Das Essen war überhaupt jeweils ein Highlight, der uns sprachlos machte – zumindest kurzfristig.
Am Sonntagmorgen hatten wir uns dann nach der mehr oder weniger erholsamen Nacht und dem ausgiebigen Frühstück wieder gestärkt. So versammelten wir uns anschließend in der Kapelle zum gemeinsamen Gottesdienst.
Das Wort stand auch hier im Mittelpunkt. Es gab Worte zur Genüge in gesungener Form. Die Kin-der konnten auf dieser Freizeit gar nicht genug singen. Und dann ging es auch um das Wort Gottes, denn Gott hat mit seinem Wort die Welt geschaffen und seine Worte immer wieder den Propheten in den Mund gelegt, dass sie sie unter die Menschen bringen. Und schließlich ist Jesus Christus als das Wort Gottes in die Welt gekommen. Mit seinem Tun und
in seinen Worten erfahren wir, was Gott uns mitteilen will und wie er in der Welt wirkt.
So sprach Jesus oft in Gleichnissen. Mit dem Bildertheater sahen und hörten wir schon bei den Gutenachtgeschichten und nun im Gottesdienst, dass Gottes Wort wie der Samen von ganz allein wächst, aber es bedarf unserer Mithilfe, wenn es nicht verkümmern und letztlich Gottes Reich wachsen soll.
Am Schluss des Gottesdienstes und der Freizeit blieb nur noch ein Wort: Dann bis zur nächsten Freizeit.

Ilona Grenzebach