Familienfreizeit

Zahlreiche kleine und große RitterInnen und Prinzessinnen aus Spangenberg, Mörshausen und Felsberg trafen sich vom 8.-10. September in “Burg” Reichenbach zu einem Turnier. Dort wurden schließlich nach intensiven, geistlichen und handwerklichen Vorarbeiten die Ritter nach vielen Kämpfen mit selbstgebastelten Rüstungen und Schwertern – zu Fuß und hoch zu Ross – schließlich von der schönen Prinzessin Martina zum Ritter geschlagen und errangen einen Kuss.

Zuvor rüsteten sich alle Beteiligten durch einen Besuch des ehemaligen Klosters der deutschen Ordensritter in Reichenbach. Dort konnten schon die kleinsten Ritterinnen durch ihr reichhaltiges biblisches Wissen die Klosterführerin freudig überraschen und somit erste Ehren erringen.

Dieser Besuch fand bei „besten“ nordhessischem Ritter-(Regen-)wetter statt. Also nix für Weichlinge. Nur die härtesten Kämpferinnen bewältigten den Weg hin und zurück per pedes.

Nach dem Turnier konnten sich alle am Lagerfeuer mit Bratwurst, Steak, Brötchen und Stockbrot nach den Strapazen erholen und dem feuchten Wetter ritterlich trotzen.

Am Abend gab es noch einen Fortbildungskurs in fernöstlichen Kampftechniken und fernöstlichen geistlichen Einstellungen (Kung Fu Panda). Alternativ trainierten noch einige besonders engagierte Ritter am Kicker.

Der mitgereiste Betreuerstab konnte sich endlich nach der Abendgeschichte, dem Abendgebet und dem anschließenden Stärkungsschlaf der kleinen Ritter zu einer Nachbesprechung bei einigen geistlichen Getränken und diätischen Knabbereien erholen.

Am nächsten Tag lag der Schwerpunkt auf dem Thema Martin Luther. Die Gruppe begann traditionell und auf besonderen Wunsch eines einzelnen und zur Freude aller mit der Lockerungsübung „Laurentia, liebe Laurentia mein“. Der Film „Martin Luther Check“ machte das Leben und die Ideen Luthers anschaulich. Den Höhepunkt des Vormittags bildete aber zweifelsfrei das Schauspiel der drei Mörshäuser Darstellerinnen, die mit Professionalität, Originalität, Improvisationstalent und ganz viel Humor Luthers Botschaft darstellten und tosenden Applaus erhielten.

Am Ende der Freizeit gab es leider dann doch noch Unmut: Die Kinder beschwerten sich lautstark über die Abreise: Sie wollten noch bleiben.

V. Grenzebach